U8, U9, U10, U11 VON BUNDESLIGAVEREINEN – MACHT DAS SINN?

Schaut man sich in den Nachwuchsleistungszentren der Bundesligavereinen um, so stößt man zum Bespiel bei RB Leipzig, dem 1. FC Köln oder auch bei Bayer Leverkusen bereits auf U8-Mannschaften, in der die Spieler in der Regel 7 Jahre alt sind.

Wir stellen uns heute die Frage, ob es tatsächlich Sinn macht, Euer Kind bereits in diesem Alter zu einem solchen Team zu schicken? Warum zum Beispiel fängt Hoffenheim oder auch der SC Freiburg erst mit einer U12 an? Warum hat sich der FC Bayern entschieden, in den nächsten zwei Jahren erst die U9 und dann die U10 abzuschaffen?
Dahinter stecken gewiss unterschiedliche Ausbildungsphilosophien. Der eine Verein möchte die Spieler so früh wie möglich binden und ausbilden. Andere Vereine setzten eher auf Kooperationsvereine, in denen die Talente gezielt gefördert werden, aber weiterhin in ihrem Heimatverein bleiben und somit den teilweise sehr weiten Anfahrtsfahrt meiden.

Die Frage ist stets: Was ist der richtige Weg? Natürlich ist es für ein Nachwuchsleistungszentrum schön, mit einer U8 auf einem Turnier anzutreten, wo sie als der große Bundesligaverein angesehen werden und dadurch automatisch Werbung für sich machen. Auch für die Eltern und Spieler einer solchen Mannschaft ist es sicherlich ein tolles Gefühl, so „bestaunt“ zu werden. Auch für die kleinen Dorfvereine ist es unglaublich gegen einen den großen „FC Bayern“ zu spielen.

Doch am Ende des Tages sei die Frage erlaubt, wie die U8 Spieler und deren Eltern es verkraften, wenn sie nur bis zur U10 oder auch U11 in diesem Verein bleiben dürfen und dann aussortiert werden? Waren es dann schöne Jahre oder überwiegt der Frust bei den Spielern und Eltern, dass es nicht weiter reicht und man wieder zurück zu seinem Dorfverein (oder anderem Verein) gehen muss?

Man kann diejenigen Spieler beinahe an einer Hand abzählen, die tatsächlich den Weg von der U8 bis in die Profimannschaft gegangen sind. So früh in einem Nachwuchsleistungszentrum zu beginnen, heißt auch, mit dem dortigen Druck umgehen zu können – als Spieler und als Eltern. Manchmal ist daher eine Entwicklung im eigenen Verein ohne großen Druck aber mit ganz viel Spaß und guter Ausbildung besser als der zu frühe Start bei einem Nachwuchsleistungszentrum.

Was denkt Ihr? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

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