SOLLTE KOPFBALLTRAINING VERBOTEN WERDEN?

Bei zu vielen Kopfbällen beim Fußballspielen, kann das Gehirn auf Dauer geschädigt werden. Darauf weisen mittlerweile mehrere Studien (u.A. Nottingham und London) hin. In den USA ist das Kopfballtraining für Kinder unter zehn Jahren schon länger nicht mehr erlaubt. Vergangenen Mittwoch hat auch der englische Fußballverband FA neue Richtlinien für das Kopfballtraining veröffentlicht. Das langfristige Risiko von neurokognitiven Störungen soll so gemindert werden.

Für den gesamten englischen Fußballbetrieb gilt ab der Saison 2021/22: Maximal zehn Kopfbälle „mit höherer Kraft“ dürfen pro Woche ausgeführt werden. Also Abnahmen nach langen Bällen (>35 Meter), Freistößen, Eckbällen und Flanken. Im Amateur- und Jugendfußball sollen Kopfbälle im Training ebenfalls reduziert werden. Für Kinder im Alter von bis zu 11 Jahren ist das Trainieren von Kopfbällen sogar komplett verboten.

Auslöser der neuen Regelung sind verschiedene Studien zu möglichen Langzeitfolgen für Fußballprofis durch das Kopfballspielen. Das Ergebnis dabei: Fußballprofis sterben im Vergleich zur britischen Bevölkerung mit einer 3,5-mal höheren Wahrscheinlichkeit an einer degenerativen Hirnkrankheit.

Die neuen Spielformen FUNino mit kleineren Mannschaften und kleineren Spielfeldern begünstigen die Situation, da das Kopfballspiel aufgrund der geringen Anzahl an hohen Bällen deutlich reduziert wird. Dribblings und flache Pässe statt Abschläge, Abstöße, Flanken und Kopfbälle.

Wie seht Ihr das? Reicht der Wechsel auf FUNino oder sollten weitere Maßnahmen zum Schutz unserer Kinder folgen?

Vielen Dank an die Fussballschule Black and White für das Bild!

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