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Keine große Hoffnung auf Besserung

Jeder weiß es: Fußballamateurvereine haben eine große soziale Strahlkraft, geben Kindern Struktur, Werte und Halt. Doch momentan ist der Sportbetrieb in Amateurvereinen untersagt. Unsere Kinder und auch wir Eltern werden stattdessen zum zweiten Mal in diesem Jahr auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Wir freuen uns mit den Kindern und Jugendlichen, bei denen das Training in Deutschland unter Einhaltung von strengen Hygienevorschriften noch erlaubt ist. Gleichzeitig fragen wir uns, warum dieses nicht für alle gleichermaßen möglich ist.

Stand heute wird die morgige Bund-Länderkonferenz dieses Thema überhaupt nicht besprechen. Vielmehr wird es darum gehen, unsere Kinder vor Weihnachten ein paar Tage eher aus der Schule zu nehmen, damit die Infektionszahlen weiter runter gehen, um dann in Ruhe Weihnachten feiern zu können. Auf der anderen Seite liest man, dass bei Kindern die Ansteckungsgefahr deutlich geringer ist als bei Erwachsenen. Wie das zusammenpasst, kann uns wohl nur noch die Politik erklären. Wenn sich Kinder anstecken, dann „ist die Hauptquelle der Infektionen außerhalb der Schule“, so nun Matthias Keller vom Vorstand der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Und: Über 60 % der Infektionen stammen aus der häuslichen Umgebung. Logisch wäre dann, die Kinder in der Schule zu belassen und sie am Nachmittag zu inspirieren, nach draußen an die „frische Luft“ zu lassen. Dafür wäre ein Training auf dem Sportplatz doch optimal. An ein Fußballspiel am Wochenende denkt ja momentan keiner von uns, aber doch wenigstens das Training …

Aber weder der DFB, die Landesverbände, die Deutsche Sportjugend oder anderen Appelle (wie auch von uns allen als Fussball-Eltern) und Petitionen wurden bislang von der Politik gehört. Das ist mehr als schade, da unsere Kinder die kommende Generation bilden, denen man doch zumindest ein Gehör schenken sollte.

So müssen wir uns wohl darauf einstellen, dass bis zum Ende des Jahres oder sogar bis zum Ende der Winterferien kein gemeinsamer Sport draußen möglich sein wird. Hoffen wir daher auf unsere Trainer und Vereine, die unsere Kids weiterhin durch Online-Training motiviert halten (VIELEN DANK!) und zumindest ein wenig Ablenkung von dem derzeit tristen Alltag geben. Aber auch wir Eltern sind noch einmal aufgefordert, diese verbleibende Zeit so gut es geht sinnvoll mit unseren Kindern zu verbringen.

Fussball

-eltern

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