NEUE SPIELFORMEN IM KINDERFUSSBALL – VERBINDLICH AB 2024

Zwei Jahre testete der DFB mit seinen Landesverbänden – seit einem Tag ist es beschlossene Sache. Die neuen Spielformen im Kinderfußball kommen und lösen die bisherigen Wettbewerbsangebote in der G-, F- und E-Jugend ab. Für alle gilt dieses das erste Mal ab der Saison 2024/2025 – also in gut 2 ½ Jahren. 

Viel wurde in den vergangenen Monaten darüber diskutiert, ob damit die Qualität der Ausbildung im Kinderfußball zunehmen würde und warum. Die Basis wurde leider erst spät in diese Diskussion miteinbezogen; viel wurde in Expertengremien diskutiert. Aber warum? Hatte man das neue Allheilmittel erfunden, was nur die obersten Fußballfunktionäre verstehen? Ganz und gar nicht. 

Die neuen Spielformen im Kinderfußball sind gar nicht so neu wie sie scheinen. Das hätte man vielleicht auch uns Eltern besser beibringen sollen. Schon vor mehr als 15 Jahren gab es viele Spielformen zur Verbesserung der Spielintelligenz (FUNino). Das waren genau die Spielformen, worauf jetzt der der DFB aufsetzt. Also nur „Altes im neuen Gewand“? Ja vielleicht. Denn schaut man auf einige Nachbarländer, so machen diese es uns bereits schon seit etlichen Jahren vor. Auch hier in Deutschland waren es bereits die Hoffenheimer und die Schalker, die vor mehr als 10 Jahren diese Spielformen in ihre Trainingskonzepte mitaufnahmen. Und wie schaut es aus in Österreich und in der Schweiz? 

Und: Was genau versteckt sich noch hinter diesen neuen Spielformen bzw. hinter FUNino? Könntet Ihr es Euren Kindern erklären? Wesentlich sind insoweit: 

Viel mehr Spaß durch viele Ballkontakte von allen Kindern, um dabei viele Tore zu erzielen.  Wie soll das gehen? Durch kleinere Teams mit Spielen zum Teil auf vier Tore. Um den Leistungsdruck zu minimieren, werden bis einschließlich U9 (F-Jugend) keine Meisterschaftsrunden mehr ausgetragen. Dafür gibt es Spielenachmittage mit mehreren Mannschaften auf vielen Spielfeldern. Dabei gibt es durch ein Rotationsprinzip quasi garantierte Einsatzzeiten für ALLE Spieler. Auch dadurch soll der Spaßfaktor am liebsten Hobby unserer Kinder gesteigert werden. 

Hoffen wir, dass es von den meisten auch so umgesetzt wird. 

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