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MODERNER KINDER- UND JUGENFUSSBALL

Auch wenn Corona derzeit immer noch alles überschattet, wollen wir doch nach vorne schauen. Wenn es irgendwann wieder richtig los, so wollen wir gut starten, nämlich mit modernem Kinder und Jugendfußball – doch was gehört tatsächlich alles dazu?

Der SPASS am Fußball steht immer an erster Stelle. Doch wann macht das Fußballspielen Spaß? Ganz einfach – wenn man auf dem Platz steht und Fußball spielen darf. Wahrscheinlich haben einige unter uns früher selbst Fußball gespielt und können es gut nachvollziehen: Keiner möchte auf der Bank sitzen und zuschauen. Keiner möchte die ganze Zeit nur dem Ball hinterherlaufen. Nein, jeder will den Ball, weil es schlichtweg mehr Spaß macht, wenn man selbst in Ballbesitz ist. Außerdem: Nur mit dem Ball können Torchancen kreiert werden, Tore geschossen werden und letzten Endes Spiele gewonnen werden. Unter anderem aus diesem Grund hat der DFB für den Kinderfußball die Spielformen „Funino“ – eine Spielidee zur Förderung der Spielintelligenz von Horst Wein – „neu“ ins Leben gerufen. Wir werden Funino hier demnächst näher vorstellen. Das Ziel von Funino ist: Unsere Kinder sollen wortwörtlich mehr „Fußballspielen“ – also wesentlich häufiger den Ball am Fuß haben.

Der Jugendfußball hat mit dem Handy und anderen elektronischen Geräten eine leider immer stärker werdende Konkurrenz – unter anderem auch der Corona-Pandemie geschuldet. Die Trainer spielen durch das Gestalten der Trainingseinheiten sowie der Umgang mit den Spielern und Spielzeiten hier neben uns Fussball-Eltern eine richtungsweisende Rolle. Die Grundlage für den Spaß am Fußball können wir gemeinsam für unsere Kinder legen – alles andere liegt ganz bei ihnen. Der Spaß am Fußball ist der ewige Grundpfeiler im früheren, gegenwärtigen und zukünftigen Kinder- und Jugendfußball.

Folgende Spielsituation: Nach einem tollen Pass von Achmet springt Paul der Ball bei der Ballannahme zu weit weg – Ballverlust. Nachdem Pauls Mannschaft sich den Ball zurückerobert hat, kommt Paul an den Ball und verliert den Ball in einem Dribbling – und das auch noch kurz vor dem eigenem Tor. Der kleine Paul hat in dem Spiel viele Ballaktionen gehabt, Spaß hat es ihm aber wohl nicht so gemacht, da er immer wieder den Ball verloren hat – woran kann das liegen? Das kann viererlei Gründe haben … vielleicht fühlt Paul sich in seiner Mannschaft nicht wohl und ist deshalb nicht selbstbewusst und glaubt nicht an sich und seine tollen Qualitäten als junger Fußballer oder aber es liegt tatsächlich an seiner Technik, Taktik oder anderen fußballerischen Qualitäten.

Nach wie vor ist die Ausbildung der fußballerischer Qualitäten die zweite Säule im Kinder- und Jugendfußball. Denn mit jeder einzelnen erfolgreichen Ballaktion macht der Fußball unseren Kindern zunehmend mehr Spaß. Was gehört Eurer Meinung nach alles zur fußballerischen Qualität eines Kickers?  

Sie können sehr vielfältig sein: Von der Technik (Ballan und -mitnahme, Dribbling, Passspiel, Schusstechnik) über die Taktik (Spielintelligenz, Übersicht, Kognitives) bis hin zu Kondition (Ausdauer, Antritt, Koordination, Schnelligkeit). Fallen euch weitere wichtige fußballerische Qualitäten ein? Was sind die Stärken Euer Kinder?

Die dritte Säule, die immer zu wenig gesehen wurde ist die mentale Fitness, aber was bedeutet das?   

Hierzu ein Beispiel: Alle Kinder – auch ein Kai Havertz, als er noch jung war – machen „Fehler“. Fehler stehen definitiv in einem Zusammenhang mit der fußballerischen Qualität, weshalb Kai Havertz wohl weniger Fehler als andere Kinder in seinem Alter gemacht hat. Jedoch hat auch er genügend Ballverluste und verlorene Zweikämpfe gemacht! Das Wichtigste ist, aus den gemachten Fehlern zu lernen. Doch wie geht das? Wie lernen unsere Kinder aus Fehlern? Zunächst müssen unsere Kinder den „Fehler“ verstehen, wieso der Fehler zustande kam und im Anschluss Lösungen finden, um den Fehler nicht zu wiederholen. Dieser Prozess des Lernens aus Fehlern ist ein Teil der mentalen Fitness unserer Kinder. 

Aber auch die Einstellung zum Fußball, der Ehrgeiz, das Selbstbewusstsein, der Mut sind Bausteine der mentalen Fitness unserer Kinder.

Noch ein kurzes Beispiel, um diese doch so wichtige mentale Fitness noch besser einordnen zu können: Vielleicht habt Ihr das auch schon das ein oder andere mal gehört oder selbst gesagt: „Das Mädchen (oder auch der Junge) hat so viel Talent, aber der Kopf macht nicht mit. Sie ist sich zu schade, den einen Schritt mehr zu gehen.“ Auch das ist mentale Stärke oder einfach gesagt: Kopfsache. 

Zusammenfassend steht der Spaß am Fußball an oberster Stelle, doch der Spaß kommt nicht alleine durch das Fußballspielen an sich, sondern ist geprägt von der fußballerischen Qualität (Denn: Wenn man etwas gut kann und erfolgreich ist, macht es mehr Spaß!) sowie der mentalen Fitness unserer Kinder.

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