ETERN, TRAINER, VEREINE – SCHÜTZT UNSERE KINDER!

„Wieso spielt der immer? Egal wie sein Training ist, der Trainer lobt ihn nur. Auch wenn er mal nicht im Training ist, steht er von Anfang bis Ende in der Startelf. Warum ich nicht? Das ist ungerecht. Bin ich wirklich so so viel schlechter?

“Sicherlich haben Euch Eure Kinder auch schon mal auf dem Heimweg vom Spiel oder nach dem Training daheim mit solchen Fragen konfrontiert. Oder aber Ihr Fussball-Eltern habt untereinander den auffälligen Einsatz eines speziellen Spielers hinterfragt, weil Ihr es nicht ganz nachvollziehen könnt. Bereits Kinder im frühen Alter und natürlich auch Jugendliche haben ein sehr gutes Gerechtigkeitsempfinden. Wenn es längere Zeit nicht gerecht zugeht, auffällig immer nur ein oder zwei Spieler bevorzugt werden, hinterlässt das bei den anderen ungute Spuren und es entsteht auf Dauer eine immer mehr wachsende Unzufriedenheit. Da sich das nicht unbedingt positiv auf die Mannschaft auswirkt, sollten Spieler und Eltern gemeinsam das Gespräch mit dem Trainer zu suchen. Denn es ist sicherlich in erster Linie Aufgabe der Trainer, solche auffälligen Bevorzugungen zu vermeiden. Hier gilt: Je früher, desto besser!

Aber was ist zu tun, wenn es in eine viel schlimmere Richtung geht?Wenn das eigene Kind aktiv diskriminiert oder gar rassistisch beleidigt wird?

Und noch viel schlimmer als das, wenn Eurer Kind sexuell missbraucht wird?

Grundsätzlich gilt: NIE WEGSCHAUEN! Greift ein! Aber wie, fragt Ihr euch? Viele trauen sich nicht, weil sie Angst haben oder trauen sich nicht, den Trainer direkt anzusprechen. Nicht, dass es dann noch schlimmer wird.

Der DFB hat bereits 2010 ein eigenes Kinderschutzprogramm entwickelt, welches jetzt zum zweiten Mal aufgelegt wurde. Die große Frage ist nur, ob die Vereine dieses Kinderschutzprogramm tatsächlich auch so umsetzen, damit es unsere Kinder vor rassistischen und sexuellen Übergriffen schützt. Viele größere Vereine haben diesen eigenen hohen Anspruch und ein eigenes vereinsinternes Alarmierungssystem installiert. Dass dieses System leider nicht so funktioniert hat, zeigt der sich jüngst ereignete rassistische Vorfall beim FC Bayern Campus. Eltern und Spieler hatten sich hier nicht getraut, Farbe zu bekennen. 

Aber was ist mit allen anderen Vereinen – Stadt- oder Dorfvereine? Wer schützt dort unsere Kinder?Wichtig ist, dass die Betroffenen einen Ansprechpartner haben, dem sie voll und ganz vertrauen können und der sie und ihr Anliegen ernst nimmt. Der DFB mit seinem Kinderschutzbeauftragten ist hier jedoch viel zu weit weg. Genau aus diesem Grund werden die Fussball-Eltern hier aktiv mitarbeiten: Wir werden demnächst einen eigenen FUSSBALL-ELTERN NOTRUF installieren!

Dieser FE-Notruf kann dann zu jeder Zeit völlig anonym kontaktiert werden. Dahinter stehen vertrauensvolle Personen, die sich Zeit für Euch und Euer Anliegen nehmen und die sich anonym und vertraulich um Euer Anliegen zum Wohl Eures Kindes kümmern.Liebe Trainer und Vereine, helft mit, die „schwarzen“ Schafe auszusortieren. Leider gibt es diese überall – nicht nur im Kinder- und Jugendfußball. 

HELFT MIT, unsere Kinder – dem leider schwächsten Glied in der Kette – zu schützen!

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