ENES DU HAST GUT GESPIELT, ABER DAS TEAM WAR HEUTE SCHLECHT… WAS NUN?

Vielleicht kennt Ihr bereits das Interview von Joshua Kimmich, als er damals in der U14-Oberliga spielte. Der Reporter fragt ihn nach dem Ziel für die bevorstehende Saison. Was sind das für Ziele ? Zum einen können sich Ziele auf ein Spiel, eine Saison oder die ganze Karriere beziehen. Zum anderen wird im Fußball stets zwischen persönlichen Zielen und Mannschaftszielen unterschieden. So passiert es oft genug, dass bei einer Niederlage Dein Kind trotzdem sehr gut gespielt hat. Oder andersherum: Die Mannschaft Deines Kindes gewinnt das Spiel, doch hat Dein Kind heute nicht die gewünschte Leistung auf den Platz bringen können. Wie geht man als Spieler oder Elternteil mit solch einer Situation um? Darf man sich bei einer Niederlage über die eigene gute Leistung überhaupt freuen? 

Im Kinderfußball bis zu einem Alter von etwa elf Jahren wird zwar auch schon zumindest teilweise leistungsorientiert Fußball gespielt wird, doch sind die Kids noch nicht so sehr auf den eigenen Erfolg fokussiert, sondern vielmehr auf den der Mannschaft. Doch mit zunehmenden Alter nehmen die Leistungsunterschiede in den Vereinen zu und es kommt auch zu leistungsorientierten Vereinswechseln. Das macht in gewissen Situationen auch total Sinn, denn es macht keinen Spaß, wenn die Leistungsunterschiede innerhalb eines Teams zu groß sind – weder für die schwächeren, noch für die stärkeren Spieler. Ganz klar stehen bei solchen Wechseln die persönlichen Ziele des eigenen Kindes  und von uns Eltern (?) im Vordergrund und das ist auch vollkommen in Ordnung. Eltern sehen teilweise jedoch nur die Interessen der eigenen Kids und drücken das teilweise auch in Richtung der Kids mit Sätzen wie „Schau du nur auf dich und deine persönliche Entwicklung!“ aus. Inwiefern das die Ziele der Eltern oder des Kindes ist, ist an solchen Sätzen in zu jungen Alter der Kinder fragwürdig. Das Alter der Kinder spielt hier eine wichtige Rolle, denn ab einem gewissen Alter und Leistungsorientierung ist es sehr wichtig auch auf sich selbst zu schauen und die eigenen Ziele im Blick zu haben, jedoch ist es elementar sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass Fußball eben ein Mannschaftssport ist und man nur gemeinsam erfolgreich ist. Und es soll am Ende Spaß machen. Und wenn die Mannschaft erfolgreich und gut spielt, dann profitiert Dein Kind als Spieler ebenso davon, da auch er befreiter aufspielen kann und noch mehr Spaß am kicken hat. Und ja, man darf auch mal etwas traurig sein nach einem Sieg, wenn man nicht mit der eigenen Leistung zufrieden ist (man kann sich auch innerlich freuen oder zuhause bei Mama und Papa), doch macht genau das den Fußball eben aus. Grundsätzlich trägt jeder einzelne Spieler mit seiner Leistung zum gemeinsamen Mannschaftserfolg bei. Mal spielt der eine Spieler schwächer, mal der andere und immer wieder sind es Spieler, die die „Fehler“ bzw. Schwächeren Leistungen mit starken Leistungen wettmachen. Hierbei ist jedoch wichtig, dass es nicht immer dieselben Spieler sind, die schwächere bzw. Stärkere Leistungen auf den Platz bringen. Sollte das der Fall sein, darf auch über einen Vereinswechsel nachgedacht werden. 

Ein schwieriges Thema. Wir haben es mal versucht zusammenzufassen. Wie seht Ihr das? Darf man sich auch mal freuen bei einer Niederlage? Oder ist das ein „No-Go“?

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