DIE GROßE WEITE WELT EINES NLZ´S – WIE KOMME ICH DAHIN?

„Mama, am Samstag sind wir ja auf einem tollen U10 Turnier und da kommt auch der FC Bayern München“.

Viele von Euch mögen dieses so schon einmal so erlebt haben. Vielleicht ist es nicht immer gleich die U10 des FC Bayern, sondern ein Team der 55 anderen Nachwuchsleistungszentren in Deutschland (in Österreich und Schweiz ähnlich organisiert). So z.B. Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, 1 FC Köln, Union Berlin, RB Leipzig, Dynamo Dresden, Hoffenheim, HSV, Kaiserslautern oder SC Freiburg….

Aber was ist denn überhaupt ein Nachwuchsleistungszentrum (= NLZ oder auch DFB Leistungszentrum)?

Ein solches ist Teil eines professionellen Fußballclubs (1.-3. Bundesliga). Hier werden die jungen „Spitzentalente“ der jeweiligen Region zusammengeholt und weiter ausgebildet.

Und wie komme ich als Spieler/in dahin? Hier gibt es ganz unterschiedliche Wege. Einige NLZen führen sogenannte Talentsichtungstage durch. Hier kann jeder teilnehmen und vorspielen. Viele NLZen unterhalten eigene Fußballschulen, wo sich jeder anmelden. Unter den Teilnehmern sind dann ab und an auch Talente dabei, die später den Sprung in das NLZ schaffen. Die meisten Spieler werden jedoch über sogenannte Sichtungsmaßnahmen in ein NLZ geholt: Viele NLZen haben etliche Scouts in Euer Region. Diese Scouts schauen sich teilweise schon F-Jugendspiele an und machen sich Notizen über „Talente“. Diese Talente werden dann über einen längeren Zeitraum beobachtet. Ist der Scout dann vom Talent überzeugt, so wird es im NLZ diskutiert, ob dieser Spieler/in zum Probetraining eingeladen werden soll. 

Ein weiterer Weg führt dann ab der U12 über die sogenannten DFB Stützpunkte, von denen es etwa 360 in Deutschland gibt. An diesen Stützpunkten trainieren bis zu 20 Spieler/innen pro Jahrgang aus dem jeweiligen Bezirk. Die besten von diesen Spielern sind allesamt auf den „Zetteln“ der NLZen und einige wenige von ihnen werden zum Probetraining ins NLZ eingeladen bzw. teilweise auch direkt sofort vom NLZ verpflichtet (wenn man dann als Spieler/in und Eltern so dann möchte). 

Tja, wenn dann alles passt und Euer Kind die Anforderungen eines NLZs erfüllt und auch Ihr als Eltern einverstanden sind, dann kann Euer Kind tatsächlich in ein NLZ wechseln. Ein riesengroßer Schritt ! Aber was kommt dann? Es erreicht Euch schnell die „große weite Welt“ des Top-Nachwuchsfußballs, wo man sicherlich als Eltern auch mal darüber nachdenkt: was wäre wenn… Aber alles in Ruhe. Das wichtigste ist auch hier der Spaß!! Wenn Euer Kind länger in einem NLZ bleiben darf, wird der Druck und der Konkurrenzkampf immer größer… richtige Freunde hat man selten…aber dazu mehr in einem zukünftigen Block.. 

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