Spaß – das Wichtigste im Fußball!

Spaß - das Wichtigste im Fußball
Wo ist der Spaß am Fußball? Wenn man Freiburgs Trainer Christian Streich sieht, kann man nicht glauben, dass der Spaß jemals verloren geht.

Spaß - das Wichtigste im Fußball!

Momentan kann man viel darüber lesen, warum immer weniger Kinder Fussball spielen. Etliche Kinder hören bis zur B-Jugend auf, viele auch danach. Nicht nur der DFB macht sich derzeit große Sorgen und fragt, was die Verbände, die Fußballvereine, die Trainer, wir als Fussball-Eltern, die Politik und die Schulen dagegen tun können. Der DFB glaubt, unsere Kinder seien fremdgesteuert, aber wodurch? Natürlich hat die Umwelt erheblichen Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder. Aber war das nicht schon immer so?

Ziehen wir doch das Pferd einmal von hinten auf und fragen uns, was denn am Ende entscheidend ist. Ja, natürlich der Spaß am Fußball. Fangen wir doch da einfach an und fragen uns:

Wann macht es keinen Spaß mehr?

  • bei zu viel Druck durch Eltern und Trainer/Verein  
  • bei zu altmodischer oder monotoner Ausbildung bzw. zu wenig neuen altersgerechten Trainingsanreizen
  • bei zu viel zeitlichem Stress (Schule/Lernen/andere Hobbys/Fußball) 
  • bei zu viel Training/Zusatztraining

Und dann wundern wir uns, dass unsere Kinder irgendwann mehr Zeit vor dem PC zum Zocken verbringen und/oder mit dem Fußball aufhören? Aber warum? Ganz einfach: Das Zocken am PC macht wohl einfach mehr Spaß!

Den SPASS zu erhalten bzw. den Spaßfaktor erhöhen, darum sollte es vielmehr gehen anstatt den Grund in dem allgemeinen Wandel unserer Bevölkerung zu suchen.  

Das heißt – wann macht es Spaß? Wenn wir . . .

  • Druck reduzieren (als Eltern, Trainer/Verein)
  • motivieren/begeistern statt Kritik üben
  • Fehler zulassen und zum Mutigsein (Trau Dich!) animieren
  • neue Trainingsanreize schaffen – z.B. auch mal eine Einheit Basketball oder Leichtathletik, oder auch mal Bolzplatzmentaliät schaffen. Und:  Stärker spielintelligent ausbilden (z.B. nach Horst Wein: das macht jedem Kind Spaß!)
  • gegebenenfalls flexiblere Trainingszeiten erlauben, um das Fussballtraining in den Alltag der Kinder und Eltern besser zu integrieren
  • den „Fußballtraum“ solange wie möglich bewahren (Kinder dürfen Träume haben)

Und liebe Fussball-Eltern,

es ist auch unsere Aufgabe, diesen Spaß mit zu vermitteln. Und eben nicht auf das Kind einzureden, wenn es mal nicht so gut gespielt hat. Denn wie regiert darauf das Kind? Es fühlt sich noch stärker unter Druck gesetzt bzw. setzt sich selbst unter Druck. Und dann? Im Zweifel verliert es den Spaß und wird eines Tages mit dem Fußball aufhören. Und wir Eltern sollten nicht vergessen, dass sich unser Kind schon am meisten selbst ärgert, wenn es mal nicht so gut gelaufen ist. Dann sollten wir da sein als Zuhörer und Motivator, um es wiederaufzubauen. Negative Ereignisse gibt es genug beim Aufwachsen unserer Kinder. Diese sollten wir bestenfalls so begleiten, dass unsere Kinder nicht gefrustet sondern gestärkt aus diesen hervorgehen. 

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