AUFFANGBECKEN MAMA PAPA

Finn (11) war vergangene Woche mit Abstand der beste Spieler auf dem Platz und hat sein Team beim Spieltag von Sieg zu Sieg geschossen. Nun steht am Wochenende der nächste Spieltag an. Finn ist zwar am Start, jedoch ist er heute nicht er selbst und verliert viele Bälle, da er den Ball zu lange hält und sich ständig bei seinen Mitspielern und Trainer beschwert. Dadurch zieht er obendrein noch seine Mitspieler runter. Er bekommt das Vertrauen vom Trainer, bekommt also weiterhin viel Spielzeit, doch kann er dieses Vertrauen heute einfach nicht zurückzahlen. Fünf Niederlagen sind letzten Endes das ernüchternde Tagesergebnis seines Teams.

Sowohl unsere Kids im Kinder— und Jugendfußball als auch die großen Profis haben mal einen schlechten Tag und rufen nicht die erhoffte Leistung ab. Dann hat der Spieltag, das Spiel oder nur das Training eben mal weniger Spaß gemacht, denn wie wir wohl alle wissen: Es macht mehr Spaß, wenn man auch erfolgreich ist und persönlich mit einer guten Leistung dazu beitragen kann. Doch gibt es leider die Tage, an denen es einfach nicht läuft. Das kommt vor. An der Stelle kommen wir als Eltern einmal mehr ins Spiel: Als Fussball-Mama oder Fussball-Papa sind wir das Auffangbecken für die Kids, hier kann und darf es sich auch mal über den Trainer, Schiedsrichter, Mitspieler oder andere Eltern beschweren, aber auch mal weinen oder wütend sein. Wichtig ist zunächst persönlich als Elternteil zu überlegen, wieso Dein Kind heute nicht so gut war oder eben mal kein Tor geschossen hat. Ob Du als Elternteil dann auf Dein Kind zugehst oder es auch mal Ruhe und Freiraum gibst, das kannst letzten Endes nur du selbst entscheiden, da Du Dein Kind am besten kennst.

Allgemein ist es jedoch die Aufgabe als Elternteil ist, Deinem Kind alles rund um den Fußball bestmöglich zu organisieren, damit sich Dein Kind beim Fußballspielen auch ausschließlich auf den Fußball konzentrieren kann. Natürlich gibt es neben dem Fußball auch die Schule des Kindes oder die eigene Arbeit, die es teilweise enorm erschweren, doch mit ausreichender Kommunikation und Organisation ist einem hier sehr geholfen. Fahr- und Lerngemeinschaften sind hier nur zwei Ideen, die wie der Fußball eine gewisse Zusammenarbeit und Teamgeist benötigen, um erfolgreich zu sein. Mit dieser Begründung versteht es eventuell auch Dein Kind besser, aber das ist lediglich eine von vielen Ideen. Was fällt Euch dazu ein? Wie regelt ihr den eigenen Alltag und den Alltag Euer Kinder? Welche Tipps habt Ihr?

Zudem kann die Fußballwelt beim nächsten Spiel oder Training schon wieder ganz anders aussehen. Denn: Fußball ist unberechenbar und sehr schnelllebig – das macht den Fußball in gewisser Weise auch aus. Das vergangene Spiel hat Dein Kind beim kommenden Spiel bereits wieder vergessen und es kann seine Leidenschaft Fußball wieder mit Spaß und Freude ausüben.

Wie ist es bei Euren Kids? Wie geht Ihr mit unzufriedenen Kids nach dem Fußball um? Lasst Ihr sie in Ruhe oder nehmt Ihr sie zur Seite und redet aktiv darüber?

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