MENTALE FITESS – SCHON EIN THEMA AB DER E-JUGEND?

Letzte Spielminute: In einem E-Jugendspiel läuft Mike alleine auf das gegnerische Tor zu und könnte so den 1:0 Endstand erzielen. Doch zielt er zu genau und der Ball springt vom Pfosten dem Torwart direkt in die Arme. Schlusspfiff.

„Mensch, du musst dich halt mehr konzentrieren. Dann machst du auch das Tor!“…. So oder ähnlich hast Du dann vielleicht den Trainer Deines Kindes oder vielleicht auch Dich selbst reden gehört.

Was nun? Kann Mike das wirklich besser machen? Ist es nicht so, dass ein Kind intuitiv immer alles gut machen will? Macht es überhaupt Sinn, mit einem Kind im Alter zwischen sieben und elf Jahren über eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit zu sprechen?

Im modernen Kinder-und Jugendfussball (natürlich auch bei den Erwachsenen) spricht man heutzutage von „Mentaler Fitness“. Dies ist ein ganz wichtiger Baustein in der fußballerischen Ausbildung, welcher in der Vergangenheit stark vernachlässigt wurde. Auch bei anderen Sportarten, wie wir jüngst bei den Olympischen Spielen beobachteten konnten, nimmt die Mentale Fitness eine immer größer werdende Rolle ein.
Aber was bedeutet das denn: „Mentale Fitness“? Übersetzt würden wir sagen „Geistige Fitness“ oder ganz plump eben „Kopfsache“. Darunter versteht man die Einstellung zum Fußball, den Ehrgeiz, das Selbstbewusstsein, den Mut, die Konzentrationsfähigkeit und noch vieles mehr. Der Kopf muss mitspielen und den Spieler auf dem Platz und beim Training in vielen Bereichen steuern. „Kopfsache“ eben.

Zurück zur Frage: Sollte man diese Mentale Fitness bewusst im jungen Alter trainieren bzw. solltest Du mit Deinem Kind daran arbeiten? Im Alter von bis einschließlich 12 Jahren ist ein Kind dazu in der Regel noch gar nicht aufnahmefähig. Natürlich ist es wie immer: Das eine Kind ist früher dazu aufnahmefähig und das andere Kind eben erst etwas später. Das ist sehr individuell und kann pauschal sehr schwer beantwortet werden. Im Regelfall würden Gespräche über mentale Themen bei Kinder unter zwölfJahren mehr verwirren als helfen. Hier sollte allein die Unbekümmertheit und der Spaß am Fußball ganz oben stehen. Schießt es heute den Ball gegen Pfosten, schießt es das nächste Mal den Ball ins Tor – oder vielleicht auch daneben. Davon geht für das Kind die Welt nicht unter. Vielleicht eher für uns Eltern oder für die Trainer, aber das sollte verkraftbar sein.

Doch: Ab wann geht es denn los mit der mentale Fitness im Jugendbereich? Das ist sehr – wie bereits erwähnt – sehr individuell. Grundsätzlich nimmt die Rolle der mentalen Fitness mit zunehmenden Alter und Leistungsorientierung der Kinder stetig zu. In Gesprächen mit Deinem Kind über oben genannte mentale Themen wie Selbstbewusstsein oder Konzentrationsfähigkeit merkst Du vielleicht selbst, wenn Dein Kind sich dazu Gedanken macht und vielleicht im mentalen Fitnessbereich „Probleme“ durchblicken lässt.

Wie ist es bei Deinem Kind? Welche Erfahrungen hast Du gemacht, wenn Du jetzt aktiv mal an einzelne Situationen zurückdenkst? Oder achte mal in der Zukunft drauf und gib uns gerne Feedback!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.