ELTERN ALS TRAINER – GANZ WICHTIG ABER ÖFTERS MAL KOMPLIZIERT

Nach der Saison ist vor der Saison. Die vergangene Saison ist aufgrund der Corona-Situation nicht so verlaufen, wie wir uns das alle vorgestellt hatten. Nun steht die neue Saison 2021/22 vor der Tür. Unsere Kinder dürfen endlich wieder raus und freuen sich aufs Training und auf die Spiele. Doch: Viele Dorfvereine sind noch auf Trainersuche. Immer wieder findet sich kein erfahrener Kinderfußballtrainer. Auch wir haben bereits die Erfahrung gemacht, dass dann der Jugendleiter auf uns Eltern zugekommen ist und gefragt hat, wer denn Lust, Zeit und Kraft hätte, den Trainerjob für die neue Saison zu übernehmen. Nachdem die beiden Papas als Trainer aufhörten, haben ein weiterer Papa aus der Mannschaft und ich zugestimmt, die Kids zu trainieren. Wieso wir? Wir waren beide selbst ehemalige Fußballer und wollten den Jungs was beibringen. Und: Kein anderer wollte es machen.

Kurze ZWISCHENFRAGE: Wie ist es bei Euch? Ist bei Euch auch ein Papa oder eine Mama eines Kindes aus der Mannschaft Trainer?

Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie kompliziert solch eine Konstellation für den Trainer-Papa / Trainer-Mama und auch für die restlichen Eltern sein kann. Das Trainerteam bringt sehr viel Zeit und Energie sowie Geduld auf. Das Ziel dabei: Die Kinder glücklich machen und ihnen das Fußballspielen im „echten Verein“ ermöglichen. Im Laufe der Saison wird es Meinungsverschiedenheiten geben – natürlich zu dem offensichtlichen und sehr schwierigen Thema: Wird das Trainerkind bevorzugt? Entweder das eigene Kind wird tatsächlich bewusst bevorzugt (Kapitän, Spielzeit, Standardschütze) oder das eigene Kind wird unbewusst benachteiligt (Mehr Kritik). Oftmals ist tatsächlich letzteres der Fall.

Unsere Erkenntnis aus der Konstellation „Eltern-Trainer“: Die Eltern und der Trainer gehören genauso zum Team dazu, wie es die Spieler tun. Und was bringen wir den Kindern immer bei? Zusammenhalten, als Team spielen und gewinnen. Deshalb: Lasst uns Vorbilder für unsere Kinder sein und uns in der Elternschaft gegenseitig unterstützen als auch dem Trainerteam helfen sich in der neuen Rolle zurechtzufinden.

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